CDU, Grüne und Volt ohne Antwort auf die Wohnungsnot

In Nordrhein-Westfalen sind mit 6.198 die meisten Menschen ohne Wohnungen in Köln gezählt worden.
 https://www.t-online.de/region/koeln/news/id_88377008/koeln-ist-trauriger-spitzenreiter-bei-zahl-der-obdachlosen.html

Im Sondierungspapier von CDU, Grünen und Volt steht dazu:
„Wohnungslosigkeit  ist  vorrangig  durch  Prävention  zu  verhindern.  „Housing  First“  wird fortgesetzt.  Langfristig  benötigte  Unterbringungsmöglichkeiten  werden  bedarfsgerecht ausgebaut und die Betreuung durch Streetworking wird ausgebaut.“
https://assets.volteuropa.org/2020-11/201129%20Sondierungsergebnisse_GRN-CDU-Volt_FIN_1.pdf

Die 6.198 Wohnungslosen brauchen aber keine Prävention sondern Wohnungen. Und wem soll mit „Housing First wird fortgesetzt.“ geholfen werden? Der Vringstreff e.V. hat es geschafft eine Wohnung zu kaufen und hat den ersten Obdachlosen zu einem Mietvertrag im Sinne des neuen Konzepts verholfen. Soll 2021 der zweite Obdachlose von der Straße in eine Wohnung dürfen? Oder was bedeutet für die über 6.000 Wohnungslosen „Housing First wird fortgesetzt“?
https://vringstreff.de/wohnen-housing-first/

CDU und Grüne hatten vor fünf Jahren vereinbart jährlich 6.000 Wohnungen zu bauen. Davon sollten 1.000 Wohnung Sozialwohnungen sein – während die Hälfte aller Kölnerinnen und Kölner einen Wohnberechtigungsschein hat und jedes Jahr Sozialwohnungen aus der Bindung fallen.  Deshalb war ja Andreas Kossiski zur OB-Wahl mit der Absicht angetreten jährlich 10.000 neue Wohnungen zu bauen.

2019 wurden 2 175 Wohnungen in Köln fertig gestellt. Sozialwohnungen gab es 2019 insgesamt 38 362,  261 weniger als im Vorjahr.
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik-bauen-und-wohnen/ksn_5_2020__k%C3%B6lner_wohnungsbau_2019.pdf

Heute berichtet Helmut Frangenberg im Stadt-Anzeiger von zwei Gutachten zum Wohnungsbedarf in Köln. Das im Auftrag der Landesregierung erstellte Gutachten des Hamburger Instituts GEWOS hält es für erforderlich, dass jährlich über 8.000 neue Wohnungen gebaut werden. Das von der Stadt Köln beauftragte Institut Empirica findet es OK, wenn jährlich zwischen 1900 und 2500 Wohnungen in Köln dazu kommen. Bei über 6.000 Wohnungslosen.

Die für den Wohnungsbau in Köln Zuständigen In der Verwaltung und die dafür verantwortliche Ratsmehrheit wagen es mit solchen Zahlen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wir werden unseren Protest gegen die Wohnungsnot und die Stadtzerstörung verstärken.

Gestern wurde im Kölner Fenster unserer Kundgebung ein paar Sekunden vor dem Bericht von Frank Überall über die Ratssitzung gewidmet: ab Minute 7:40
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/koeln/videos/video-lokalzeit-aus-koeln—1016.html

4.Dezember 2020
Klaus Jünschke

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