Unter diesem Titel ist heute im Stadt-Anzeiger über die ganze Seite 24 ein Interview mit der Kämmerin Gabriele C. Klug zu lesen.
Ihr gehe es um „ein gutes Leben in einer nachhaltig und robust aufgestellten Stadt.“
Ein Viertel aller Kölner sind arm. Aber weder in den Fragen von Sarah Brasack und Helmut Frangenberg, noch in den Antworten von Frau Klug kommen die Worte „arm“ und „Armut“ vor. Dafür das: „Wir müssen vom Bund, der für die Sicherung gleicher Lebensgrundlagen zuständig ist, erwarten, dass er sich mehr und schneller einbringt.“ Auf die Frage „Was geschieht, wenn das nicht passiert?“ antwortet Frau Klug: „Davon gehe ich nicht aus.“
In den Außenbeziehungen der reichen Länder findet sich nirgendwo das Ziel zu allererst und so schnell wie möglich den Hunger zu beenden. Über 800 Millionen Menschen hungern. Solange ihr Existenzrecht missachtet wird, ist jedes Reden von Menschenrechten Gerede.
In den Innenbeziehungen der reichen Städte steht nicht zu allererst und so schnell wie möglich Armut zu überwinden, Obdachlosigkeit zu beenden, Drogentote zu verhindern.
Über den Neujahrsempfang der deutschen Bank berichtet die Kölnische Rundschau am 14.1.2016: „Die mit Beifall begrüßte Oberbürgermeisterin Henriette Reker forderte mehr Personal für Polizei und Justiz. Zudem lud sie die Anwesenden ein, mit ihr den Wirtschaftsstandort Köln zu stärken, denn dies sei die „eindrucksvollste Sozialpolitik, die es gibt“. In den nächsten Jahren dürfe es keine Erhöhung der Gewerbesteuer geben. Sie wolle Köln bei Medien, Uni und Messe auf Platz eins in Deutschland führen.“
4.1.2017
Klaus Jünschke