Den Grünen gehen die Armen am Arsch vorbei

 „Köln ist mehr als nur eine Stadt, Köln ist ein Gefühl und eine Heimat von Menschen unterschiedlicher Herkunft“, sagte Aymas.

„Weil es kölsch ist, in Köln sein zu können, was man sein will“, sagte Aymaz.

„Mein Köln besteht aus Ideen und Lösungen“, sagte Aymaz.

„Das Stärkste, was Köln machen kann, um auf die Rechtsextremisten zu reagieren, ist ein Signal der Vielfalt und Toleranz zu senden“, sagte Katharina Dröge
https://www.ksta.de/koeln/kommunalwahl-berivan-aymaz-will-vielfalt-und-gerechtigkeit-1102236

Der Artikel von Tim Attenberger im heutigen Kölner Stadt-Anzeiger, aus dem diese peinlichen Zitate sind, trägt die Überschrift „Berivan Aymaz will Vielfalt und soziale Gerechtigkeit“.

Wie wichtig den Kölner Grünen das Thema soziale Gerechtigkeit ist, kann am Beispiel des von ihnen mitverursachten Wohnungsnotstands zur Kenntnis genommen werden. Der Grüne Kreisparteitag hat im November 2019 das Konzept „Lebenswertes und bezahlbares Wohnen in Köln“ beschlossen, das in den vergangenen sechs Jahre keine Rolle gespielt, obwohl die Grünen stärkste Fraktion im Rat waren.
https://www.gruenekoeln.de/partei/beschluesse/nachricht/lebenswertes-und-bezahlbares-wohnen-in-koeln-3628

Seit über 20 Jahren wird das Diversity Managment kritisiert. Beispielhaft von Patricia Purtschert 2005 in der WoZ:  „Einer der guten Gründe, dem Diversity Management mit Vorsicht zu begegnen, besteht also in seiner Ausrichtung auf Profit. Im Zentrum stehen nicht primär Fragen der Gerechtigkeit, sondern Fragen der Gewinnmaximierung.“
https://www.woz.ch/-48f

Walter Benn Michaels: „Da in vielen Fällen der Einsatz für die Diversität an die Stelle des Kampfes für die Gleichheit getreten ist (statt ihn zu ergänzen), hat er am Ende die Barrieren geschwächt, die den um sich greifenden Neoliberalismus eindämmen sollten.“
https://monde-diplomatique.de/artikel/!726478

Eva Berger in der taz: „Während wir uns mit immenser Energie und kritischem Herzblut auf allen Ebenen der Gesellschaft der Anerkennung und Förderung von wie auch immer gearteter Diversität und dem Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung widmen, ist davon ein Ungleichheitsverhältnis nahezu unberührt geblieben bzw. hat sich radikalisiert: die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer, die Verteilung des Reichtums ungerechter (die USA und Deutschland stechen hier laut OECD besonders hervor), die Ausbeutung insbesondere in den unteren Lohnsegmenten schärfer.“
https://taz.de/Buch-Der-Trubel-um-Diversitaet/!5807703/

Am 20.03.2024 fragte die Kölnische Rundschau Caritas-Vorstand Peter Krücker: Wie kann es überhaupt sein, dass in einem so reichen Industrieland wie Deutschland so eine große soziale Ungleichheit herrscht?

Es hängt an den Prioritäten der Politik, sowohl auf der Bundes- als auch auf der Landesebene. Beim Bauen ist es auch ein kommunales Thema, dass die Prioritäten der Politik nicht bei der Armutsvermeidung liegen.
https://www.rundschau-online.de/politik/scharfe-kritik-des-europarats-was-muss-deutschland-gegen-armut-tun-herr-kruecker-761193

8.9.2025
Klaus Jünschke