Für abschließbare Einzelzimmer für alle Obdachlosen

Unsere Forderung hat den Sozialausschuss, den Rat und die Verwaltung nicht erreicht.

Obwohl „Helping Hands Cologne e.V.“ 34 Obdachlose in der Jugendherberge am Hauptbahnhof untergebracht hat, obwohl die Obdachlosen mit Zukunft (OMZ) in der Gummersbacher Straße an die 70 Obdachlose beherbergen und der Sozialdienst katholischer Männer (SKM) in der Ostmerheimer Straße 220 über 40 Obdachlose Tag und Nacht Obdach gewährt, zeigt sich das sogenannte „Gestaltungsbündnis“ aus Grünen, CDU und Volt nicht bereit, auch die anderen auf der Straße vegetierenden Obdachlosen in abschließbare Einzelzimmer unterzubringen.

Dass eine hilflose Obdachlose ihr Kind im Dreck gebären musste, dass sich die Meldungen über Gewalt gegen Obdachlose häufen, interessiert die dafür Verantwortlichen nicht wirklich.

Am Montag wird um 12 Uhr die Überlebensstation Mülheimer Arche eröffnet. In zehn Containern werden nicht nur Aufenthalt und Verpflegung und Beratung für Obdachlose geschaffen, sondern auch eine Arztpraxis, die allen Menschen ohne Krankenkasse Hilfe anbietet. Was durch private Initiative in wenigen Wochen geschaffen wurde, hätte die Stadtverwaltung flächendeckend in jedem Stadtbezirk längst auch gemacht haben können. Was staatliche Daseinsfürsorge bedeutet ist in Köln weder im Rat noch in der Verwaltung angekommen.

Trotzt des heftigen Regens waren wir heute wieder über 20 auf der Kundgebung am Rathaus und erstmals waren auch Vertreter der IG Neumarkt und des Bürgervereins Eigelstein dabei.

10.Februar 2022
Klaus Jünschke

Kundgebung für abschließbare Einzelzimmer für alle Obdachlosen
Heute 14:30 – 16:30 Uhr Theo-Burauen-Platz am Rathaus

Als die Kölner Medien Anfang des Monats vom toten Baby einer obdachlosen Mutter berichteten, kommentierte Rainer Kippe:
„Es fragt aber niemand, wer dafür verantwortlich ist, dass die Frau auf der Straße lag, auf einer dreckigen Matratze, hier mitten im reichen Köln.“

Auch angesichts der Übergriffe gegen Obdachlose wird die Stadtverwaltung nicht zur Rechenschaft gezogen, weil sie ihrer Verantwortung zur Unterbringung nicht nachkommt.

Obwohl die Medien täglich die zunehmenden Ansteckungsraten veröffentlichen, wird nicht thematisiert, warum unübersehbar viele Obdachlose immer noch auf der Straße liegen.

Dafür stehen wir heute wieder vor der Sitzung des Sozialausschuss auf dem Platz vor dem Rathaus.

Seid dabei.

Für eine Stadt ohne Obdachlosigkeit
Für eine Stadt ohne Zwangsräumungen
Für eine Stadt ohne Drogentote
Für eine Stadt ohne Gewalt gegen Frauen und Kinder
Für eine Stadt ohne Abschiebungen
Für eine Stadt ohne Armut

10.Februar 2022
Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot und Stadtzerstörung

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